Entrümpelung: Antworten auf die üblichen Fragen
Preis, Dauer, Ablauf, Anwesenheit: Wer zum ersten Mal räumen lässt, hat immer dieselben Unsicherheiten. Unten stehen die Punkte, die uns Mieter, Hauseigentümer, Verwaltungen und Erbengemeinschaften regelmäßig fragen.
Preis und Angebot
Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Wer hier eine feste Zahl nennt, rät. Ein karg eingerichtetes Apartment und ein Haus, in dem sich über dreißig Jahre Keller, Garage und Speicher gefüllt haben, liegen preislich weit auseinander. Wir verschaffen uns deshalb erst einen Eindruck vom Objekt. Danach steht Ihre Summe schriftlich fest, noch bevor jemand anpackt.
Welche Faktoren treiben den Preis?
Ganz vorn steht das Volumen. Dicht dahinter der Weg nach draußen: Dachgeschoss ohne Lift verlangt ein Vielfaches an Zeit gegenüber ebenerdigem Zugang. Weiter zählen der Standplatz fürs Fahrzeug, wie viel Sperriges und wie viel Gefahrgut dabei ist und ob Einbauten demontiert werden müssen, etwa eine verschraubte Küche oder verklebte Bodenbeläge.
Kann sich die Summe im Nachhinein ändern?
Nein. Berechnet wird das, was im Angebot steht. Wir schätzen selbst ein, also gehen Fehleinschätzungen auch auf unsere Kappe.
Was, wenn am Räumtag mehr auftaucht?
Beim sichtbaren Bestand aus der Besichtigung bleibt es beim vereinbarten Betrag. Kommt eine Fläche ins Spiel, die beim Termin verschlossen war, etwa ein Nebenraum oder ein Anbau, klären wir das vorab mit Ihnen. Ob es mitgeht, entscheiden Sie.
Senkt verkäufliches Inventar den Preis?
Ja. Erhaltene Massivholzmöbel, Werkzeugbestände, funktionsfähige Geräte, Uhren, Münzen oder Instrumente lassen sich weiterverkaufen. Wir taxieren das beim Ortstermin und rechnen es gegen. Bei ergiebigen Beständen bleibt am Ende deutlich weniger zu zahlen.
Wann muss ich zahlen?
Erst nachdem alles raus ist und Sie sich die Räume angesehen haben. Geld im Voraus fordern wir nicht.
Ist die Besichtigung kostenpflichtig?
Nein. Anfahrt, Begehung und Angebot sind für Sie gratis. Gebunden sind Sie erst, wenn Sie den Auftrag vergeben.
Bis zum Termin
Was sollte in meiner Anfrage stehen?
Objektart, grobe Größe, Etage, Füllgrad und Ihr Stichtag. Mit diesen fünf Angaben lässt sich bereits am Telefon abschätzen, ob Ihr Wunschdatum zu halten ist.
Reichen Bilder aus, oder müssen Sie herkommen?
Kleine Einheiten wie ein Kellerabteil oder eine übersichtliche Garage lassen sich oft nach Fotos kalkulieren. Bei ganzen Wohnungen und Häusern fahren wir raus. Auf Aufnahmen bleibt verborgen, was in Schränken, hinter Türen und unter Treppen steckt, und genau daran hängt der Aufwand.
Soll ich vorher aufräumen?
Sparen Sie sich das. Es kostet Sie Tage und verschiebt den Preis kaum, denn beim Heraustragen wird ohnehin sortiert. Nützlich ist nur eines: kennzeichnen Sie, was stehen bleiben oder zu Ihnen soll. Ein Zettel mit Klebeband erfüllt seinen Zweck.
Bekomme ich kurzfristig einen Termin?
Kommt auf die Auslastung an. Geben Sie Ihren Stichtag gleich mit an. Steht ein Übergabedatum bereits fest, schauen wir gezielt, was sich dazwischenschieben lässt. Kleinere Aufträge lassen sich meist binnen weniger Tage unterbringen, für ein komplettes Haus brauchen wir etwas Vorlauf.
Sind Termine am Wochenende möglich?
Samstag gehört zum normalen Betrieb. Bei Läden, Praxen und Werkstätten räumen wir auf Wunsch nach Feierabend, damit der laufende Betrieb ungestört bleibt.
Während der Räumung
Muss ich vor Ort sein?
Nicht unbedingt. Viele übergeben uns den Schlüssel und schauen erst zur Abnahme wieder vorbei. Wollen Sie dabeibleiben, spricht ebenfalls nichts dagegen.
Wie viel Zeit nimmt das in Anspruch?
Für eine Wohnung planen wir üblicherweise einen Tag ein, für ein gefülltes Haus zwei bis drei. Größere Gewerbeflächen laufen nach Absprache, bei Bedarf in mehreren Abschnitten.
Was geschieht mit Dokumenten und Wertsachen?
Papiere, Sparbücher, Policen, letztwillige Verfügungen, Alben, Korrespondenz, Schmuck und Bargeld landen bei uns nie im Container. Alles wandert in eine Kiste und geht an Sie, unabhängig davon, ob Sie am Räumtag da sind.
Und wenn im Treppenhaus etwas kaputtgeht?
Dafür haben wir eine Betriebshaftpflicht. Vorher werden Zargen, Geländer und Aufzugswände abgeklebt, damit es gar nicht erst passiert.
Übernehmen Sie auch extrem zugestellte Wohnungen?
Ja. Wir kommen mit Schutzausrüstung, arbeiten unauffällig und ziehen im Haus keine Blicke auf uns. Bewertungen der Situation behalten wir für uns.
Nach getaner Arbeit
Wie sieht besenrein aus?
Räume komplett leer, Böden abgekehrt, grober Schmutz entfernt. Fensterputzen und Sanitärreinigung fallen nicht darunter, lassen sich aber zusätzlich beauftragen.
Erhalte ich Belege über die Entsorgung?
Bei Gewerbeaufträgen liegen sie standardmäßig bei. Privatkunden stellen wir sie auf Nachfrage aus.
Wo landet das Geräumte?
Es geht in vier Richtungen. Weiterverkäufliches wird verwertet, gebrauchsfähige Alltagsdinge gehen an Einrichtungen in der Umgebung, Metall, Holz, Papier und Elektronik laufen sortenrein ins Recycling. Der verbleibende Rest geht an zugelassene Entsorgungsbetriebe.
Nehmen Sie auch Bodenbeläge und Tapeten mit?
Ja. Teppich, Laminat, Tapeten, Deckenpaneele und feste Einbauten kommen auf Wunsch ebenfalls raus. Erwähnen Sie es beim Ortstermin, dann steht es im Angebot.
